Ein Haus
erzählt.
Manche Häuser haben Geschichten zu erzählen. Das Forsthaus Gysenberg hat über 200 Jahre davon. Von preußischen Förstern bis zu euch, die ihr heute hier seid.
Unsere Geschichte
Die ersten Spuren
Erste urkundliche Nennung des Gysenbergs. Schon damals war diese Gegend mehr als nur Wald.
Ursprung im Wald
Genau weiß man es nicht mehr. Aber irgendwann zwischen 1800 und 1827 wurde das Forsthaus errichtet. Ein Bruchsteingebäude mit Krüppelwalmdach, typisch preußisch. Es diente der Verwaltung des Forstreviers und gehörte zum Rittergut Gysenberg, dem adeligen Landsitz der Familie von Gysenberg.
Der Förster kommt
Wilhelm Heinrich Lindemann wird Förster am Gysenberg. Er prägt das Forsthaus und den Wald für Jahrzehnte. Fördert Aufforstungen, kümmert sich ums Wildgatter. Ein Mann, der hier Spuren hinterlässt.
Die Gastwirtin
Cläre Lindemann, Ehefrau des Försters, eröffnet ein Ausflugslokal im Forsthaus. Zum ersten Mal kehren hier nicht nur Förster und Jäger ein, sondern alle, die durch den Wald spazieren.
Die Stadt übernimmt
Am 26. September 1927 kauft die Stadt Herne den Gysenberger Wald. Wanderwege entstehen, Freizeitflächen werden angelegt. Das Forsthaus wird zum Treffpunkt für Ausflügler, Wanderer und Jäger.
Der Tierpark
Im angrenzenden Gelände wird ein Tierpark eröffnet. Förster Lindemann gestaltet ihn maßgeblich mit. Das Forsthaus wird zum Ausgangspunkt für Familien, die Wald und Tiere erleben wollen.
Der Gysenbergpark
Der Gysenberg wandelt sich zum Freizeitzentrum. Wellenfreibad, Eishalle, Aktivarium entstehen. Das Forsthaus bleibt, was es war. Eine traditionsreiche Gaststätte im Grünen. Treffpunkt für Jägervereine, Naturfreunde, Wandergruppen.
Denkmalschutz
Das Forsthaus wird unter Denkmalschutz gestellt. Zusammen mit der Mühle und dem Haupthaus Gysenberg. Seine Geschichte wird offiziell geschützt.
Restaurierung
Denkmalgerechte Sanierung. Das Fundament aus dem Jahr 1800 wird erneuert. 1995 öffnet das Forsthaus nach den Arbeiten wieder seine Türen.
Neue Gastgeber
Und jetzt wir. Ein Geschwisterpaar und ein erfahrener Gastronom übernehmen das Forsthaus. Gemeinsam mit einer klaren Idee: Gastfreude, die man spürt.
Wiedereröffnung
Nach umfangreichem Umbau öffnet das Forsthaus als Waldgeschwister. Das denkmalgeschützte Haus bleibt. Seine Geschichte, seine Seele. Drumherum entsteht etwas Neues. Offener, heller, mit Raum für Momente, die zählen.